Über mich

Mein Weg

Mein eigener Weg war ein Weg des Forschens, Lernens und Ausprobierens. Die Auseinandersetzung mit meiner eigenen Sexualität und meinem eigenen Körper hat mich viel über Scham, Selbstannahme und die Kraft von bewusster Begegnung lernen lassen. Sie hat mir gezeigt, wie wertvoll es sein kann, nicht gegen mich selbst zu arbeiten, sondern immer mehr anzunehmen, wie es eben gerade ist. Genau daraus können neue Möglichkeitsräume entstehen.

Ein wichtiger Teil meines Weges war und ist die Auseinandersetzung mit Tantramassage und Körperarbeit. Dort habe ich erfahren, wie tiefgreifend achtsame Berührung sein kann, wenn sie getragen ist von Präsenz, Respekt und einem klaren Rahmen.

Gleichzeitig hat mich mein eigener Lebensweg immer wieder herausgefordert, eigene Wege zu gehen und gesellschaftliche Vorstellungen von Sexualität, Beziehung und Körper zu hinterfragen. Ich bin queer. Ich lebe polyamor und mit meiner Nesting-Partnerin in einer vielfältigen Beziehungs- und Familienkonstellation. Das prägt meinen Blick auf Kommunikation, Bedürfnisse und die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, Beziehungen zu gestalten – und meine Haltung in der Arbeit: queerfeministisch, traumasensibel und mit einem starken Fokus auf Selbstbestimmung und Konsens.

Aus diesen Erfahrungen heraus gestalte ich Räume, in denen Berührung und Sexualität nicht durch Erwartungen, Rollenbilder oder Leistungsdruck bestimmt werden, sondern durch Bewusstheit, Konsens und Selbstbestimmung.

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie viel Kraft entstehen kann, wenn Menschen beginnen, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen, ihre Bedürfnisse und Grenzen ernst zu nehmen und sich weniger an äußeren Vorstellungen von Sexualität, Geschlecht oder Beziehung zu orientieren. Dadurch entsteht oft Schritt für Schritt mehr Freiheit – und ein friedlicherer Umgang mit sich selbst.

Mein fachlicher Hintergrund

Nach dem erfolgreichen Abschluss von Lehramtsstudium und Referendariat zeigte sich, dass ich die Arbeit mit Schüler*innen zwar liebte, es mich aber in eine andere Richtung zog. Ich wandte mich zunehmend der körperorientierten Arbeit und dem Forschen nach einer würdigen Sexualkultur zu. Der Wechsel meiner beruflichen Tätigkeit war herausfordernd: Ich kenne den Mut, sichtbar zu werden. Inzwischen unterrichte ich auch wieder – heute Tantramassage für FLINTA.

Meine Aus- und Weiterbildungen umfassen unter anderem:

  • Gesundheitspraktikerin für Sexualkultur (DGAM)
  • Beziehungsdynamische Sexualtherapie (Institut für Beziehungsdynamik Berlin)
  • Tantramassage und Körperarbeit (TantraConnection), Mitglied im Tantramassage-Verband (TMV)
  • Somatic Experiencing® (aktuell in Ausbildung zur SE-Practitioner)
  • weitere körperorientierte Fortbildungen, besonders prägend die Perlentor-Massage
  • Zusätzlich verfüge ich über die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie.

Zwei Grundsätze begleiten mich in meiner Arbeit:

Lass uns gemeinsam neugierig sein. Bis heute verstehe ich meine Arbeit als ein gemeinsames Forschen – neugierig, achtsam und mit Respekt vor deinem eigenen Tempo.

Du bist richtig, wie du bist. Egal, welche Rolle Sexualität in deinem Leben spielt – oder eben auch nicht.